Umkehrhaltung im Schnee

Heute morgen hat es geschneit, nicht viel. Gerade so viel, dass es beim Laufen richtig Spaß macht. Der festgefrorene Altschnee vom Wochenende hat eine sanfte Neuschneedecke erhalten, in genau der Dicke, die ich beim Laufen so liebe. In der Mittagspause hielt mich und den FlowRunner dann nichts mehr…

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Wenn das Herz beim Laufen stolpert

Kann zu viel Sport dem Herz schaden?

Man kann seinem Herzen wenig mehr Gutes tun, als es regelmäßig durch Ausdauersport zu stärken. Dafür gibt es wenig Widerspruch und wer ein sportlich aktives Leben führt, wird das sofort unterschreiben. Mir geht es da nicht anders.

Und dass Sport dem Herz unter ungünstigen Umständen, wie zum Beispiel während eines bakteriellen oder viralen Infektes, auch schaden kann, das ist hinlänglich bekannt.

Doch es mehren sich Hinweise, dass auch die hohen Ausdauerbelastungen wie sie ambitionierte Läufer und Radsportler über Jahre erbringen, zumindest bei einem Teil der Athleten nicht ohne folgenschwere Spuren am Herzen vorübergehen.

The Haywire Heart – How too much exercise can kill you… ist der Titel des aktuellen Buches von Chris Case, John Mandrola und Lennard Zinn, drei zum Teil selbst betroffenen Leistungsportlern. Keine Frage, dass ich das lesen musste. Wenn das Herz beim Laufen stolpert weiterlesen

Die Kraft aus der Mitte

Meldung aus der Körpermitte: hier zwickt’s!

Das Aufstehen fiel mir heute früh gleich doppelt schwer. Zum einen wahrscheinlich als Resultat einer deutlich zu warmen Nacht. Zum anderen gesellte sich zum dumpfen Kopfgefühl ein länger nicht gespürtes Ziehen im seitlichen Rumpfbereich – sollte das tatsächlich Bauchmuskelkater sein?

Trotz des immer noch etwas tauben Gefühls im Kopf war die Ursache recht schnell ausgemacht. Nach zwei Wochen urlaubsbedingter Abwesenheit hatte ich gestern mal wieder – wie ohne Urlaub fast täglich – mein Mini-Trampolin beschäftigt. Nur ein paar Minuten länger, ich hatte Nachholbedarf. Die Kraft aus der Mitte weiterlesen

100 Kilometer zu Fuß

Die Ulmer Laufnacht – 100 Kilometer zu Fuß

Irgendwo in der Nähe von Ulm – wieder bei Tag. Mein Blick ist starr und ich fixiere seit Minuten die Laufschuhe meines Vordermanns. Tapp linker Fuß, Schotter knirscht, tapp rechter Fuß, tapp linker Fuß… hin und wieder spritzen Steine zur Seite.

Ich wage einen Blick nach vorne und da – endlich, endlich erkenne ich das ersehnte Schild. Jetzt sind es nur noch fünf Kilometer. Doch die können sehr lang sein.

Neunzehnmal habe ich diese Distanz seit dem Aufbruch gestern Abend bereits zurückgelegt. Ich bin in den Sonnenuntergang hineingelaufen, habe mich durch eine sternenklare und kalte Nacht bewegt und auf neue Energie mit der aufgehenden Sonne gehofft. Doch mit dem Tag kamen auch die Schmerzen. Verblieben sind fünf Kilometer, eine läppische Steigung, und ich werde trotzdem noch eine volle Stunde unterwegs sein… 100 Kilometer zu Fuß weiterlesen

Lärchenlaub im Laufschuh

Vom Untergrund und dem passenden Laufschuh

Die Laufschuhindustrie hat in den letzten Monaten wenig Geschäft mit mir gemacht, zumindest im Vergleich zu vergangenen Jahren. Ich kann sowieso fast nur noch Minimalschuhe (er)tragen und davon hatte ich zuletzt drei passende Modelle für die unterschiedlichen Distanzen und Bodenbeschaffenheiten. Mehr brauche ich nicht.

Da ich diese jedoch seit Monaten im Wechsel trage, sind die Gebrauchsspuren nicht mehr zu ignorieren, und wenn ich demnächst nicht ohne passendes Schuhwerk da stehen möchte, dann muss vorsorglich schon mal Ersatz her.

Mein Problem, das viele Läufer teilen: keines der drei Modelle ist noch in der erprobten Version erhältlich. Der einfachste Weg scheint da der Kauf eines Nachfolgemodells. Doch wer das schon hoffnungsvoll versucht hat, der weiß um die Tücken… Lärchenlaub im Laufschuh weiterlesen

Was Dr. Ernst van Aaken schon wusste (Maffetone Teil 2)

Manchmal ist weniger mehr

Auch in Bezug auf die Trainingsintensität stimmt das, denn gerade Sportler in jungen Jahren übertreiben das Training manchmal. Warnsignale des Körpers werden gerne ignoriert. „Du bist zu weich“ wird eher ernst genommen als „Du übertreibst es“. Und letzteres schmeichelt uns Läufern eben doch irgendwie.

Die richtige Trainingsintensität ist ein seit Jahrzehnten kontrovers diskutiertes Thema. HIT (High Intensity Training) oder LSD (Long Slow Distance)? Entweder oder? Sowohl als auch? Und warum der Weg der Mitte nicht immer golden ist… Was Dr. Ernst van Aaken schon wusste (Maffetone Teil 2) weiterlesen

Laufen mit Arthrose

Kampf dem Verschleiß – über das Laufen mit Arthrose.

In der Konsumgesellschaft ist Verschleiß allgegenwärtig. Er ist dort nicht einmal negativ belegt, denn unsere Wirtschaft braucht ihn. Ohne immer schnelleren Verschleiß lassen sich Wirtschaftswachstum und Wohlstand nicht so einfach aufrechterhalten. Schon so mancher Hersteller soll an der Haltbarkeit seiner Produkte eingegangen sein.

Auch wir Läufer sind dem Verschleiß gegenüber nicht immer negativ eingestellt. Der Kauf neuer Laufschuhe zum Beispiel lässt sich vor dem eigenen Gewissen (und der Frau) einfach besser rechtfertigen, wenn das alte Paar deutliche Verschleißspuren aufweist.

Doch wenn es um den körperlichen Verschleiß geht, dann hört der Spaß für uns Läufer schnell auf. Häufig kämpfen auch wir dabei mit dem Verschleiß der Gelenke, den man bei überdurchschnittlicher Ausprägung als Arthrose bezeichnet. Laufen mit Arthrose weiterlesen

Die Kraft der Niemandszeit

Laufen zur Niemandszeit.

Nein, kein Bericht vom langen, einsamen Nachtlauf durch verschneite Wälder, wie ich ihn schon so lange vorhabe. Der muss noch etwas warten. Die Niemandszeit ist mein neues Synonym für den Januar.

In der Niemandszeit drücke ich den Reset-Knopf. Die Kraft der Niemandszeit weiterlesen

Die Maffetone Methode

Schon von der Maffetone Methode gehört?

Seit seinem Bestseller „Born to Run“ ist Christopher McDougall fast jedem lesenden Läufer ein Begriff. Und erneut berichtet er in seinem aktuellen Buch von einer kleinen Trainingsrevolution, erdacht vor Jahren von einem gewissen Phil Maffetone.

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Laufen in der Woche des Drachen

Beschäftigten mich vergangene Woche noch die ganz großen Themen unserer Zeit, war ich diese wieder zurück im Kleinen, im ganz normalen Wahnsinn des Alltags.

Beenden möchte ich die „Woche des Drachen“, so habe ich sie gerade spontan getauft, deshalb mit einem Blogbeitrag, der zumindest einen kleinen Tabubruch für mich darstellt.

Eigentlich sollen nämlich Themen im Mittelpunkt meiner Beiträge stehen. Und trotzdem möchte ich dieses Mal einfach nur erzählen…

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