Marie läuft

Ein kühler Wind vom offenen Bahnsteigende lässt Marie frösteln. Ihr Blick folgt dem Gleis in die Ferne, wo es sich im Morgendunst des frühen Junitages in einem Gewirr aus Schienen und Weichen verliert. Wie immer spürt sie dabei einen Anflug von Fernweh und Abenteuer.

Marie hat sich für ein dunkelblaues Kostüm entschieden, elegant aber unauffällig. Ihr leicht gewelltes rotbraunes Haar trägt sie hochgesteckt. Ihre linke Hand ruht auf dem ausgezogenen Griff des Rollkoffers, in der Rechten hält sie wie die meisten Wartenden an diesem Morgen einen noch dampfenden Becher mit Kaffee.

Sie steht etwas Abseits, unterscheidet sich sonst jedoch kaum von den anderen so früh am Münchner Hauptbahnhof, wenn Dienstreisende das Bild auf Bahnsteig 23 bestimmen. Ein ICE schwenkt in der Ferne auf ihr Gleis ein.

Sie denkt an ihren Vater und ein kaum sichtbares Lächeln umspielt ihre ungeschminkten Lippen. Er hat ihr schon früh die Abenteuerromane Jack Londons vorgelesen. Wahrscheinlich verbindet sie den Blick auf die Gleise mit diesen frühen Ausflügen in eine ferne, ihr damals noch so fremde Welt. Marie läuft weiterlesen

Die Dschungelpatrouille

Der Dschungel liegt in Bayern

Es ist verdammt dunkel in diesem Waldstück nicht weit von Ebersberg. „Pflatsch“ schon wieder steckt der Fuß bis zum Knöchel im Schlamm.

Der Trail schlängelt sich auf und ab, südlich entlang der Wildschutzzone im Ebersberger Forst, eine echte Sahnestrecke, egal ob laufend oder bikend. An schönen Tagen krönt ein herrliches Alpenpanorama den landschaftlich und technisch faszinierenden Pfad.

Jetzt ist es anders, es ist stockdunkel, nass und mit 2 bis 3 Grad auch kalt. Ein kalter Dschungel – im bayerischen Süden.

Der Lichtkegel meiner Stirnlampe scannt den Untergrund, der Läufer hinter mir findet den Weg auch ohne Licht – er verlässt sich ganz auf die Wahrnehmung seiner Füße.

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Laufen ist Abenteuer

Wie so ein kleines Laufabenteuer den Tag bereichern kann.

Ein paar Stunden zurück.

Vor etwas mehr als zwanzig Minuten bin ich losgelaufen. Die Wolken hängen tief und es regnet leicht. Von Beginn an war ich heute alleine unterwegs.

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Mein Laufblog. Der erste Schritt

Beim Schreiben dieser Zeilen fühle ich mich gerade ähnlich wie an der Startlinie zu einer neuen Laufdistanz. Auch ein neues Laufabenteuer beginnt immer mit dem ersten Schritt.

Das ist jetzt auch ein first step – diesmal als Blogger.

Als Läufer bin ich schon lange unterwegs. In den letzten Jahren zunehmend auf der Suche nach mehr Leichtigkeit beim Laufen statt nach besseren Laufzeiten.

Der Fokus-Wechsel erfolgte nicht ganz freiwillig. Über das warum erfährst Du bei Interesse unter „Über mich und meinen Blog“ mehr.

Heute fühle ich mich dadurch bereichert.

„Auf diesen Seiten möchte ich zukünftig darüber berichten, wie ich bei der Suche nach mehr Leichtigkeit vorankomme.“

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