Auf dem Fränkischen Gebirgsweg

Drei Tage „Kopf frei“

Das Faschingswochenende zeigte sich zwar kühl und windig, aber ich hatte ein freies Zeitfenster. Vier Tage ohne jegliche Verpflichtung. Da musste ich einfach raus. Und so machte ich mich kurzentschlossen und ziemlich unvorbereitet auf, den Fränkischen Gebirgsweg zu erobern. Auf dem Fränkischen Gebirgsweg weiterlesen

Der Laufschuh ist tot, es lebe der Laufschuh.

Der Laufschuh ist wahrscheinlich das meist behandelte Thema in Blogs und Magazinen, die sich mit dem Laufen befassen. Schon deswegen habe ich mich nie berufen gefühlt, selbst etwas darüber zu schreiben.

Dabei gab es Zeiten, in denen mich die Suche nach dem richtigen Laufschuh fast schon krankhaft beschäftigt hat. Naja, zumindest hätte man es einem Außenstehenden nicht verdenken können, das so zu sehen.

Doch das ist lange her. Und trotzdem stand das Thema Laufschuh plötzlich wieder im Raum… Der Laufschuh ist tot, es lebe der Laufschuh. weiterlesen

Lauf an einem Sommerabend

Vom Laufen Im Sommer

Im Westen zeugt ein rotgelber Himmel von der gerade am Horizont verschwindenden Sonne, der ich die vergangene halbe Stunde noch mit verkniffenen Augen entgegengelaufen bin. Ich laufe gerne in die Sonne.

Oder sie kommt schräg von hinten, dann kann ich meinem Schatten folgen und je länger ich ihn beobachte, desto besser wird mein Bewegungsablauf. Als würden sich Schatten und Ego gegenseitig pushen. Lauf an einem Sommerabend weiterlesen

Feuchtwarmes Paradoxon

Mühelos Laufen. Das muss ein Witz sein.

Die Luft wiegt schwer vom Parfum der üppig blühenden Sträucher und Büsche, das Insekten zum Schwärmen und Läufer zum Stöhnen bringt.

Wie durch einen zu engen Strohhalm sauge ich die feuchte und seltsam schwere Luft in meine Lungenflügel. Sei es, weil ich nicht gründlich genug ausgeatmet oder tief genug eingeatmet habe, meine Sauerstoffzufuhr fühlt sich einfach ungenügend an, und das schon beim Traben.

Seit Jahren sinniere, experimentiere und schreibe ich über die Leichtigkeit des Laufens. Doch das kommt mir gerade ziemlich paradox vor… Feuchtwarmes Paradoxon weiterlesen

Umkehrhaltung im Schnee

Heute morgen hat es geschneit, nicht viel. Gerade so viel, dass es beim Laufen richtig Spaß macht. Der festgefrorene Altschnee vom Wochenende hat eine sanfte Neuschneedecke erhalten, in genau der Dicke, die ich beim Laufen so liebe. In der Mittagspause hielt mich und den FlowRunner dann nichts mehr…

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Wenn das Herz beim Laufen stolpert

Kann zu viel Sport dem Herz schaden?

Man kann seinem Herzen wenig mehr Gutes tun, als es regelmäßig durch Ausdauersport zu stärken. Dafür gibt es wenig Widerspruch und wer ein sportlich aktives Leben führt, wird das sofort unterschreiben. Mir geht es da nicht anders.

Und dass Sport dem Herz unter ungünstigen Umständen, wie zum Beispiel während eines bakteriellen oder viralen Infektes, auch schaden kann, das ist hinlänglich bekannt.

Doch es mehren sich Hinweise, dass auch die hohen Ausdauerbelastungen wie sie ambitionierte Läufer und Radsportler über Jahre erbringen, zumindest bei einem Teil der Athleten nicht ohne folgenschwere Spuren am Herzen vorübergehen.

The Haywire Heart – How too much exercise can kill you… ist der Titel des aktuellen Buches von Chris Case, John Mandrola und Lennard Zinn, drei zum Teil selbst betroffenen Leistungsportlern. Keine Frage, dass ich das lesen musste. Wenn das Herz beim Laufen stolpert weiterlesen

Ein Besuch im Laufsportladen

Für den passionierten Läufer scheint der Besuch eines Laufsportladens alles andere als etwas Besonderes zu sein. Mich betreffend ist das jedoch etwas anderes. Ich kaufe meine Laufschuhe schon lange überwiegend online.

Ich weiß erstens mittlerweile genau, was ich will, und zweitens ist das, was ich will, im Laufsportladen um die Ecke eher selten zu finden. Fachgeschäfte können mir also kaum noch einen Zusatznutzen bieten. Gestern jedoch ging es in Sachen Laufschuhe mal nicht um mich, sondern um meine liebe Frau. Ein Besuch im Laufsportladen weiterlesen

Die Kraft aus der Mitte

Meldung aus der Körpermitte: hier zwickt’s!

Das Aufstehen fiel mir heute früh gleich doppelt schwer. Zum einen wahrscheinlich als Resultat einer deutlich zu warmen Nacht. Zum anderen gesellte sich zum dumpfen Kopfgefühl ein länger nicht gespürtes Ziehen im seitlichen Rumpfbereich – sollte das tatsächlich Bauchmuskelkater sein?

Trotz des immer noch etwas tauben Gefühls im Kopf war die Ursache recht schnell ausgemacht. Nach zwei Wochen urlaubsbedingter Abwesenheit hatte ich gestern mal wieder – wie ohne Urlaub fast täglich – mein Mini-Trampolin beschäftigt. Nur ein paar Minuten länger, ich hatte Nachholbedarf. Die Kraft aus der Mitte weiterlesen

Marie läuft

Ein kühler Wind vom offenen Bahnsteigende lässt Marie frösteln. Ihr Blick folgt dem Gleis in die Ferne, wo es sich im Morgendunst des frühen Junitages in einem Gewirr aus Schienen und Weichen verliert. Wie immer spürt sie dabei einen Anflug von Fernweh und Abenteuer.

Marie hat sich für ein dunkelblaues Kostüm entschieden, elegant aber unauffällig. Ihr leicht gewelltes rotbraunes Haar trägt sie hochgesteckt. Ihre linke Hand ruht auf dem ausgezogenen Griff des Rollkoffers, in der Rechten hält sie wie die meisten Wartenden an diesem Morgen einen noch dampfenden Becher mit Kaffee.

Sie steht etwas Abseits, unterscheidet sich sonst jedoch kaum von den anderen so früh am Münchner Hauptbahnhof, wenn Dienstreisende das Bild auf Bahnsteig 23 bestimmen. Ein ICE schwenkt in der Ferne auf ihr Gleis ein.

Sie denkt an ihren Vater und ein kaum sichtbares Lächeln umspielt ihre ungeschminkten Lippen. Er hat ihr schon früh die Abenteuerromane Jack Londons vorgelesen. Wahrscheinlich verbindet sie den Blick auf die Gleise mit diesen frühen Ausflügen in eine ferne, ihr damals noch so fremde Welt. Marie läuft weiterlesen